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Em Logbuch (Teil 5) – und sonstiges

So, das letzte Viertelfinale ist vorbei und dass Spanien diese Runde überstanden hat ist wohl eine noch größere Überraschung als das Ausscheiden der Favoriten in den anderen Begegnungen.

Heute Abend steht auch schon das erste Halbfinale an, Deutschland trifft auf die Türkei. Sollten die Deutschen zu Halbzeit etwa 8:0 führen, wird man sich keine Sorgen machen müssen, ansonsten ist der türkischen Mannschaft alles zuzutrauen.

Aber im Ernst, auch wenn die Türken individuell und als Team recht ballsicher und kombinationsstark sind und eine recht gute Chancenverwertung vorweisen können, sollten sie schlagbar sein, wenn man sie im Spielaufbau unter Druck setzt, sich so eigene Möglichkeiten erspielt und diese ab und zu nutzt – allerdings neigen die Deutschen Spieler ja auch dazu, so fundamental einfache Dinge schon mal nicht umsetzen zu können, und generell scheint mit die Mannschaft immer anfällig für Gegentore kurz vor der Pause und vor Abpfiff – beides kommt den Türken entgegen.

Ich hoffe jedenfalls auf ein spannendes Spiel und dass die Deutschen das Finale erreichen.

Auch nach über einer Woche habe ich es noch nicht geschafft, ein paar Worte zum Springsteen-Konzert in Düsseldorf zu schreiben – also jetzt aber.
gut war’s, allerdings sah ich mich schon in meinen Vorurteilen gegen solche Mammutshows in großen Stadien bestätigt; eine Nummer kleiner wäre besser gewesen. Spaß hat es aber allemal gemacht, der Boss war gut drauf, spielte satte 28(!) Songs und seitdem ich den alten Sack auf der Bühne gesehen habe, habe ich wieder etwas weniger Angst vorm älter werden.

Leider musste ich die Show alleine sehen. Meine Begleitung musste kurzfristig absagen und am Abend des EM-Spiels Deutschland-Österreich war kein Ersatz aufzutreiben. So habe ich erstmals vor dem Stadion eine Eintrittskarte verkauft. Meine Erwartung, dass ich da hingehen, mit der Karte wedeln und ein paar Euro Gewinn einstreichen könnte, erwies sich in dem Moment als Illusion, als ich aus der Bahn stieg und mir recht viele Leute ihrerseits mit Karten wedelten, für die sie weniger verlangten, als draufgedruckt war. Na ja, losgeworden bin ich sie dann zum Glück doch noch.

Sonst gibt es nichts wichtiges neues, mehr zur Schwangerschaft und allem was dazu gehört gibt es wohl am Wochenende, wenn ich wieder ein paar Minuten Zeit habe.

The Letter

Hier ein kleines Internetfundstück.

„The Letter“ ist für mich ein zeitloser Song, der auch nach 40 Jahren noch frisch klingt. Zudem ist das Stück angenehm kurz, was ihm auch in unserer Zeit, in der fast zehnminütige Rockepen à la Pink Floyd oder Led Zeppelin kaum mehr vermarktbar sind, noch ein dankbares Publikum beschert.

Der Clip hier ist aber nicht nur wegen der Musik empfehlenswert, sondern auch als Demonstration des geringen Stellenwertes, der Authentizität manchmal beigemessen wird. Die Truppe auf der Bühne gibt sich nur wenig Mühe, Lippenbewegungen und Griffe mit dem Playback in Einklang zu bringen. Die Lässigkeit, mit der hier alibihaft Zeit auf der Bühne vertrieben wird, mag in nicht geringem Maße auch dem freien Umgang mit verbotenen Substanzen geschuldet sein. Doch so oder so waren auch die Box Tops an diesem Tag sicher nicht traurig, dass ihr größter Hit nur knapp unter zwei Minuten lang ist.

Jetzt aber genug der Vorrede, seht und hört selbst!