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Sport. Aber so richtig

Die trägen Tage sind vorbei. Fünf Monate, seit dem Firmenlauf im September, habe ich auf der faulen Haut gelegen, dafür habe ich mich in der letzten Woche gleich zweimal sportlich betätigt.

Laufen war ich, zwar nur kurz, aber immerhin. Und vor allem habe ich zum ersten Mal seit Jahren (3? 4?) wieder Basketball gespielt. Gut war es und hat Spaß gemacht, wenn ich auch nicht gerade in Form war. Aber das kommt wieder, hoffe ich. Werfen, Dribbeln, Passen – alles Übungssache und ich möchte jetzt jede Woche gehen. Kondition kommt auch irgendwann wieder, die Grundkondition ist ja da und wenn ich auch wieder regelmäßig laufen gehe (habe ich mir mal wieder fest vorgenommen), bin ich in ein paar Wochen wieder fit.

Das Niveau der Truppe ist angenehm niedrig, wenn auch alle anderen im Schnitt besser sind als ich, die Rahmenbedingungen (späte Uhrzeit, ALBA Trainingszentrum!) dafür ideal. Dass ich die meisten meiner Moves aus der Augsburger Puppenkiste abgeschaut habe, ist egal, es fühlt sich einfach unglaublich gut an, wieder zu spielen. Morgen Abend wieder, ich freue mich schon.

Them vs. Us – immer wieder

Jetzt während der EM, wenn alle vor dem Fernseher sitzen, läuft ganz viel Reklame für Dr. Kawashimas Gehirnjogging – habt Ihr bestimmt auch schon gesehen. Auf ganz einfache Art und Weise kann man damit seinen Kopf trainieren – wozu auch immer.

Ich persönlich glaube ja, dass diese ganze Gehirnjoggingmasche von denen da oben erfunden wurde, um die intellektuellen Kapazitäten der Arbeiterklasse von der Revolution abzulenken.

Denn wenn der Arbeiter seinen Kopf zum Denken statt zum Joggen benutzt, muss er ja zwangläufig darauf kommen, dass es mal wieder Zeit ist, die Verhältnisse zu ändern.

Was früher der militärisch-industrielle Komplex war, ist heute die unheilige Allianz von Großer Koalition und Massenmedien – ich sag nur: öffentlich-rechtliches Fernsehen, ne? Wo läuft die EM? und die Spots für Gehirnjogging? Das kann kein Zufall sein.

Hauptsächlich aber ist dieser kleine protorevolutionäre Diskurs ja daduch bedingt, dass immer, wenn von Gehirnjogging gesprochen wird, mein Gehirn, dieses blöde Ding, mich daran erinnert, dass ich mal wider joggen gehen muss. Das war ich nämlich schon seit Wochen nicht. Natürlich nenne ich das ja auch nicht joggen, sondern echtes laufen, aber Gesine sagt das halt immer dazu.

Egal wie, es wird mal wieder Zeit.

Laufen

… ich müsste mal wieder. Zu meinem Entsetzen habe ich gestern gemerkt, dass der diesjährige Brückenlauf schon Ende April stattfindet, also in weniger als acht Wochen.

Theoretisch bin ich sehr gut vorbereitet, da ich laut meinem Trainingsplan drei Mal die Woche laufen gehe, einmal kurz (2 km), einmal mittel (4 km) und einmal lang (10 km). Da kommen so einige Kilometer zusammen, Schnelligkeit und Grundausdauer werden, so hoffe ich, gleichmäßig trainiert.

Das Dumme daran ist nur, dass dieser (eh nicht optimale) Plan nicht konsequent umgesetzt wird. Eher handelt es sich dabei um ein Vorhaben nach dem Motto: „Wenn ich mal wieder regelmäßig laufen gehe, dann nach diesem Plan.“ Was ich dann, wenn ich tatsächlich mal wieder laufe, aber auch nicht tue. Das letzte Mal auf der Piste war ich vor 10 Tagen, sogar etwa 8 km. Dafür aber vorher ganze zwei Wochen nicht, und den oben umrissenen Trainingsplan habe in diesem Jahr noch in keiner einzigen Woche in die Tat umgesetzt. Im letzten Jahr allerdings auch nicht.

So langsam muss ich mich ranhalten, hatte ich mir doch eigentlich vorgenommen, die 10 km dieses Jahr in 50 Minuten zu schaffen – das ist zumindest für den Brückenlauf schon nicht mehr realistisch, unter 55 Minuten scheint mir momentan schon ambitioniert genug. Meinen Trainingswerten zufolge kann ich allerdings schon froh sein, unter 60 Minuten zu bleiben, was eine klare Verschlechterung gegenüber den letzten Jahren wäre. Aber wenn ich in der verbliebenen Zeit harrt an mir arbeite, sollte das schon klappen, und bis zum Kö-Lauf im Spätsommer komme ich vielleicht sogar an die 50 Minuten ran.

So gesehen wäre heute ein guter Tag zum trainieren. Genau wie gestern oder die Tage davor. Aber gestern musste ich ins Kino, Montag und Dienstag hatte ich was besseres vor und am Wochenende war ich abwechselnd zu beschäftigt oder zu platt. Außerdem gab es eine Sturmwarnung, und ich bin ja nicht lebensmüde.

So geht es jeden Tag, entweder ist es zu warm oder zu kalt, zu stressig im Büro oder zu gemütlich auf dem Sofa. Heute muss ich mich mal wieder dringend um ein paar Kleinigkeiten im Haushalt kümmern, morgen Abend sind wir verabredet, Samstag bei meiner Familie, und Sonntag muss ich mich dann davon erholen. Oder mir dringend was anderes vornehmen.

Ich würde das jetzt gerne mit einer witzigen Pointe abschließen, aber irgendwie fällt mir keine ein. Mein Autoren-Ich ist nämlich genau so ein fauler Schweinehund wie mein Läufer-Ich.