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Fußball WM 2014

Die WM führt mir vor allem wieder einmal vor Augen, dass ich zu wenig Zeit habe. Eigentlich sind die Spielzeiten ja gar nicht so arbeitnehmerunfreundlich, wenn man keinen Schlaf benötigt, denn die Spiele überschneiden sich nicht mit den Zeitraum, von dem mein Chef erwartet, dass ich ihn im Büro verbringe.

Und jeden Abend Fußball mit den besten Spielern der Welt ist ja eigentlich auch eine schöne Sache, wenn ich ja auch schon lange kein regelmäßiger Fußballgucker mehr bin. Schon alleine der Umstand, dass sogar Gesine ein bisschen fußballverrückt ist und die Kinder ja sowieso, sollte mir eigentlich entgegenkommen.

Aber das große Fußballfest konkurriert doch mit allem anderen, was man abebds so machen könnte: Spiele, Lesen, Schlafen, Ausgehen (ohne Fußball), Fernsehen (True Detective!) oder auch Putzen, Reparieren, Werkeln, Steuererklärung machen. Oder einfach früh ins Bett gehen.

Könnte ich jetzt alles machen, wenn der Tag etwa 40 Stunden hätte. Aber jetzt muss ich erst mal Schweiz-Frankreich gucken, weil – ach, weiß ich auch nicht mehr.

Apropos Chef: ich hab einen neuen. Nach meinem einwöchigen Super-Sabbatical bin ich diese Woche in den neuen Job gestartet und mir nicht zu schade, Euch mal den Link zu posten: http://www.pixelpark.com/de/pixelpark/agentur/index.html

Ein Fußballtraum

Lionel Messi, im grünen Kapuzenpulli, dribbelt vor mir den Berg hinauf, und während ich noch glaube, gemütlich aufs Feld zu spazieren weiß ich, dass es ihn bereits zum Tor zieht. Plötzlich kommt mir Diego Maradona entgegen! Ich bin völlig sprachlos vor Ehrfurcht, möchte nichts dringender, als die Hand Gottes zu schütteln. Als er sie mir reicht, kann ich vor lauter Nervosität meinen Daumen nicht bewegen, was zu einem umständlichen und halbherzigen Händedruck führt. Hoffentlich hält er mich nicht für ein Weichei! Als Diego weitergeht, ist Messi nicht mehr zu sehen. Ich frage die niederländische Königin Beatrix und ihren Mann, die im vollen Ornat am Straßenrand stehen, ob sie einen grün gekleideten Argentinier gesehen hätten. Haben sie nicht.

Und so hat Messi schon wieder einen völlig überforderten Abwehrspieler auf dem Weg zum Tor abgeschüttelt.

Em Logbuch (Teil 5) – und sonstiges

So, das letzte Viertelfinale ist vorbei und dass Spanien diese Runde überstanden hat ist wohl eine noch größere Überraschung als das Ausscheiden der Favoriten in den anderen Begegnungen.

Heute Abend steht auch schon das erste Halbfinale an, Deutschland trifft auf die Türkei. Sollten die Deutschen zu Halbzeit etwa 8:0 führen, wird man sich keine Sorgen machen müssen, ansonsten ist der türkischen Mannschaft alles zuzutrauen.

Aber im Ernst, auch wenn die Türken individuell und als Team recht ballsicher und kombinationsstark sind und eine recht gute Chancenverwertung vorweisen können, sollten sie schlagbar sein, wenn man sie im Spielaufbau unter Druck setzt, sich so eigene Möglichkeiten erspielt und diese ab und zu nutzt – allerdings neigen die Deutschen Spieler ja auch dazu, so fundamental einfache Dinge schon mal nicht umsetzen zu können, und generell scheint mit die Mannschaft immer anfällig für Gegentore kurz vor der Pause und vor Abpfiff – beides kommt den Türken entgegen.

Ich hoffe jedenfalls auf ein spannendes Spiel und dass die Deutschen das Finale erreichen.

Auch nach über einer Woche habe ich es noch nicht geschafft, ein paar Worte zum Springsteen-Konzert in Düsseldorf zu schreiben – also jetzt aber.
gut war’s, allerdings sah ich mich schon in meinen Vorurteilen gegen solche Mammutshows in großen Stadien bestätigt; eine Nummer kleiner wäre besser gewesen. Spaß hat es aber allemal gemacht, der Boss war gut drauf, spielte satte 28(!) Songs und seitdem ich den alten Sack auf der Bühne gesehen habe, habe ich wieder etwas weniger Angst vorm älter werden.

Leider musste ich die Show alleine sehen. Meine Begleitung musste kurzfristig absagen und am Abend des EM-Spiels Deutschland-Österreich war kein Ersatz aufzutreiben. So habe ich erstmals vor dem Stadion eine Eintrittskarte verkauft. Meine Erwartung, dass ich da hingehen, mit der Karte wedeln und ein paar Euro Gewinn einstreichen könnte, erwies sich in dem Moment als Illusion, als ich aus der Bahn stieg und mir recht viele Leute ihrerseits mit Karten wedelten, für die sie weniger verlangten, als draufgedruckt war. Na ja, losgeworden bin ich sie dann zum Glück doch noch.

Sonst gibt es nichts wichtiges neues, mehr zur Schwangerschaft und allem was dazu gehört gibt es wohl am Wochenende, wenn ich wieder ein paar Minuten Zeit habe.

EM Logbuch (Teil 4)

Di ersten drei Viertelfinalspiele sind vorbei und alle endeten mit einer Überraschung:

1) Deutschland wirft den großen Favoriten Portugal raus, und das sogar verdient und auf schöne Art und Weise. Großer Jubel, auch bei Gesine, Sylvie und Fabian, mit denen ich bei uns zu Hause geguckt habe.

2) Die Türken drehen zum dritten Mal bei dieser EM ein Spiel und werfen Kroatien raus – damit werden sie Gegner der Deutschen im Halbfinale. Spielerisch nicht besonders stark und mit vielen Sperren und Verletzungen zusätzlich geschwächt sieht das auf dem Papier nach einer machbaren Aufgabe für unsere Jungs aus, aber beim Fußball ist alles möglich, und bei dieser EM gegen die Türken sogar das Unmögliche.

3) Und Russland wirft mit den Niederlanden das Team raus, das nach der Vorrunde als großer Favorit auf den Titel gehandelt wurde, und das nicht unverdient.

Heute Abend wird dann zwischen Italien und Spanien der letzte Halbfinalteilnehmer ermittelt – eigentlich eine klare Sache, schließlich spielt Spanien immer nur in der Gruppenphase erfolgreich während Italien immer irgendwie gewinnt, aber bei so vielen Überraschungen ist wohl nichts unmöglich …

EM Logbuch (Teil 3)

Ganz viel Fußball gab es in den letzten Tagen, zuviel eigentlich, um über jedes Spiel zu schreiben. Deutschlands Niederlage gegen Kroatien ist da natürlich erwähnenswert, wie auch die spannende Partie Österreich-Polen (von der ich aber leider die 2. Hälfte verschlafe habe), das spektakuläre 4:1 der Holländer gegen Frankreich und das bittere Ausscheiden der Schweiz nach dem Gegentor in der 92. Minute.

Gesine hat, glaube ich, noch keine Minute verpasst und guckt jetzt gerade Schweden-Spanien; ich gehe auch gleich rüber, muss aber nebenbei Wäsche aufhängen. Favoriten sind für mich bislang Portugal und die Niederlande, die Deutschen müssen sich ganz klar steigern, um gegen Österreich noch weiterzukommen und dann auch im Viertelfinale entweder gegen Portugal oder vermutlich Tschechien bestehen zu können. Das entscheidende Spiel gegen die Ösis kann ich leider nicht sehen, weil ausgerechnet an diesem Abend auf dem Springsteen-Konzert bin – aber darauf freue ich mich ja schon seit fast einem Jahr, also gibt es nicht zu klagen.

So, jetzt muss ich aber auch wieder EM gucken …