Archiv der Kategorie: Spiele & Spielzeug

Gespielt: Star Wars Risiko

Der Strategiespielklassiker Risiko ist einer der Titel, um die ich üblicherweise einen großen Bogen mache. Ein bisschen zu simpel für meinen Geschmack, und der Erfolg hängt zu stark vom Würfelglück ab. Auch das Re-Branding etablierter Titel unter dem Logo eines großen Unterhaltungs-Franchise ist auch nicht gerade der größte Kaufanreiz. Zwei Gründe eigentlich, Star Wars Risiko weiter keine Beachtung zu schenken.

Und doch möchte ich das Spiel mit Einschränkungen empfehlen. Nicht nur, weil tütenweise kleine Raumjäger immer eine gute Investition sind, sondern auch weil das Spiel selber mich positiv überrascht hat – weil es nämlich eben gar kein Risiko-Klon ist.

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SPIEL 2016

Zwischen all dem Trubel, der mich auch vom regelmäßigen Bloggen abhält, habe ich es mir doch nicht nehmen lassen, mit ein paar der besten Mitspieler der Welt auf die Spielemesse in Essen zu fahren. Diesmal waren wir am Sonntag drin und auch rechtzeitig aufgestanden, was den Messebesuch zu einem deutlich angenehmeren Erlebnis gemacht hat, als wir im Vorjahr hatten. Immer noch voll, aber deutlich weniger, als in 2015.
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Admirals Order: Close Action

Nachdem wir die Grundprinzipien des Spiels jetzt mehr oder minder gemeistert  hatten, gab es jetzt Gelegenheit,  eine weitere Regelebene kennenzulernen: den Kampf zweier Schiffe auf engstem Raum. Dafür gibt es in der Einsteigerbox ein gut geeignetes Szenario. Am 21. April 1798 versuchte das französische Linienschiff Hercule (74 Kanonen) die englische Blockade um Brest zu durchbrechen, um die dort liegende Flotte zu verstärken. Wegen der starken Strömung konnte die Hercule die Fahrrinne an der Mündung der Seine nicht passieren, bevor die englischen Verfolger zu ihr aufschließen, und Kapitän L’Héritier entschloss sich, in der Passage zu ankern, um in guter Verteidgungsposition den  Angriff der Mars (74) und der weit zurückliegenden Jason (38) abzuwarten.

Mehr zum historischen Hintergrund gibt es bei Wikipedia.

Das an dieser Stelle einsetzende Spielszenario ist auf vier Runden beschränkt, das entspricht zwei Stunden im Spiel, hinterherhängende  englische Verstärkungen spielen daher keine Rolle. Es bleibt ein ausgeglichener Kampf zwischen zwei gleichstarken Schlachtschiffen. Wird es den Franzosen zum Vorteil gereichen, dass sie zu Beginn in der starken Strömung vor Anker liegen?

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Admiral’s Order: Action Report

Dieses Jahr war zu ersten Mal seit etwa 20 Jahren wieder auf der Spielemesse in Essen. Dieser Ausflug wird mir lange im Gedächtnis bleiben, nicht zuletzt weil ich mit drei Begleitern die Übernachtungsmöglichkeit bei meinen Eltern wahrgenommen habe und einer davon zumindest nach dem ersten Schnaps nicht einfach so an einem Klavier vorbeigehen kann, ohne eine kleine Kostprobe zu geben.

Auf der Messe habe ich mir dann vor allem Admiral’s Order angeschaut, darauf war ich neulich bei einer Recherche gestoßen und sowohl das Setting, als auch die Spielmechanik und der Anspruch auf Realismus hatten mich neugierig gemacht. Das tolle an der Messe ist ja, dass man da fast alles probespielen kann und eine etwa dreistündige Partie hatte mich dann auch so weit überzeugt, dass ich mir das Spiel gekauft habe.

Nun habe ich erst mal eine Partie gegen mich selbst gespielt, um mal ein bisschen tiefer in die Mechanismen und Regeln einzutauchen.  Admiral’s Order: Action Report weiterlesen

Elite!

Seit etwa zwei Montagen spiele ich mit großer Begeisterung Elite: Dangerous. Das Original-Elite war vor etwa dreißig Jahren eins der ersten Computerspiele, mit denen ich in Berührung gekommen bin. Damals hatte noch nicht jeder einen Computer (ich hatte keinen), aber ein Freund hatte einen „richtigen“ PC, im Gegensatz zu C64 und später Amiga oder Atari, und dort habe ich erstmals Elite gespielt. Später, auf meinem ersten eigenen Computer, habe ich dann die Fortsetzung Frontier: First Encounters gespielt, das war Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Anfang 2013 bin ich dann erstmals auf die Neuauflage Elite:Dangerous aufmerksam geworden, damals war David Braben, der in den 80ern das Original miterfunden hatte, um Spenden für das Projekt, den Klassiker in die technische Gegenwart zu bringen.medusa

Elite ist ein Spiel ohne vorgegebenes Ziel. Der Spieler bekommt am Anfang ein Raumschiff und ein bisschen Geld, dazu ein riesiges Universum, um sich auszutoben. Dort kann er Handel treiben, Piraten jagen, Pirat werden, Rohstoffe abbauen oder einfach nur rumfliegen. Für die meisten dieser Tätigkeiten erhält man, wenn man sich klug anstellt, Geld. Das kann man vor allem für eine besseres Schiff oder bessere Ausstattung ausgeben, zum Handel mit teureren Gütern oder einfach in größeren Mengen verwenden, um noch mehr Geld zu machen. Nebenbei kann er Prestige bei fiktiven Fraktionen im Universum gewinnen (die Föderation, das Imperium) und seine Reputation von totaler Anfänger bis zum Status „Elite“ ausbauen. Mehr eigentlich nicht.

Der Spieler muss ich seine Ziele also vor allem selber setzen. Ein bestimmtes teuer Raumschiff kaufen, das Zentrum der Galaxis bereisen, länger als 5 Minuten im Kampf gegen eine Staffel Sicherheitskräfte überleben … Und das Spiel hält genügend Ziele bereit, um sich immer ein neues zu suchen.

Elite Dangerous fügt dem noch übergeordnete Meta-Ziele hinzu und nutzt dazu die Evolution der Online-Spiele. Alle Spieler, auch wenn sie sich entscheiden, alleine und ausschließlich gegen Computergesteuerte Gegner zu kämpfen, spielen ständig online in einem gemeinsamen Universum und die Aktionen der Spieler tragen dazu bei, die politische und ökonomische Entwicklung dieses Universums zu beeinflussen. So werden zwar nicht einzelnen Spielern, aber der großen Masse Ziele angeboten, die sie gemeinsam anstreben können, z.B. den Einfluss einer galaktische Großmacht in einem bestimmten Sternensystem zu brechen.

Wer sehen möchte, welche Ziele ich gerade verfolge und wie es dabei läuft, der kann ab jetzt hier mitlesen.

Und wer mitfliegen möchte, der findet mich irgendwo da draußen unter dem Namen „IronSmurf“.