Star Wars Armada: „Konflikt um Corellia“

Manchmal schiebe ich in meiner Freizeit gerne Plastikraumschiffe über den Tisch. Nachdem ich jetzt seit etwa anderthalb Jahren Star Wars Armada spiele, und nach einem gescheiterten ersten Anlauf, habe ich am letzten Wochenende mit fünf Mitspielern endlich die erste Runde der Kampagnenerweiterung „Konflikt um Corellia“ begonnen.

Hier gilt es, als Team über eine ganze Reihe von Raumschlachten hinweg die Hoheit über den Sektor um Corellia zu erringen. Damit erhalten die einzelnen Spiele einerseits eine Bedeutung, die über die einzelne Partie hinausgeht, und das in viel greifbarer Form als in Turnieren oder der Liga, wo man „nur“ die Punkte mitnimmt. Zum anderen spielt man in Teams (zwei Teams mit bei uns je drei Spielern) und man muss sich untereinander abstimmen.

Die strategische Ebene ist eher flach, und es gibt einige Hausregeln anderer Gruppen, die dieses Element noch ein bisschen stärken sollen. Trotzdem haben wir uns entschieden, erst mal nur mit den offiziellen Regeln zu spielen, ergänzt lediglich durch die inoffizielle FAQ.

Der Abstimmungsaufwand bis zur ersten Runde war relativ hoch. Mit Spielersuche, Seiten verteilen, Flotten bauen, Regelfragen klären, Strategien besprechen und dann noch einen Termin für einen gemeinsamen Auftakt finden, hat es etwa fünf Wochen gedauert, bis schließlich die Würfel rollten.

Zumindest wir imperialen Admirale haben viel Wert darauf gelegt, unsere Flotten gut aufeinander abzustimmen, so dass wir ein breites Missionsprofil abdecken können. Auch das war eine Lehre aus unserer – bedingt durch den Ausstieg eines Mitspielers nach nur einer Runde – gescheiterten ersten Kampagne. Flotten brauchen einen Fokus und die Teams eine gute Aufgabenverteilung, vor allem bei sechs Spielern.

So sahen die sechs Flotten für de erste Runde aus:

Flottenaufstellung für Runde 1

Zumindest den ersten Spieltag haben wir dann tatsächlich an drei Tischen nebeneinander ausgetragen, so dass wir uns gegenseitig (moralischen) Beistand leisten konnten. Immer wieder ging der Blick mal rüber um zu sehen, wie es bei den verbündeten Flotten läuft. Das möchten wir gerne wiederholen, werden aber sicher nicht jeden Spieltag so abhalten können.

Die erste Runde war, wie vielleicht zu erwarten war, geprägt von den Versuchen beider Seiten, sich zusätzliche Ressourcen zu sichern. So haben beide Teams ihre entsprechende Spezialmission angesagt; hier können keine Kampagnenpunkte für den Sieg erspielt werden, aber es gibt die gerade am Anfang wichtigen Ressourcenpunkte abzugreifen, um die Flotten weiter auszubauen.

Und beide Spezialangriffe waren erfolgreich. Die imperiale Flotte unter Großadmiral Thrawn (ist zwar noch nicht erschienen, aber wir haben ihn zugelassen) hat ihre Machtdemonstration im Polanis-System eindrucksvoll durchgeführt. Die beiden neutralen Raumstationen wurden zerstört und das Imperium hat die maximale Anzahl an Ressourcen geholt. Der eigentliche Kampf zwischen den Flotten trat dabei eher in den Hintergrund, lediglich eine Flotille von Rebellentransportern wurde zerstört.

Der Angriff der Rebellen auf einen imperialen Konvoi bei Drall hingegen mündete in einem wilden Gefecht, in dessen Verlauf 2 MC30-Fregatten, 1 Sternzerstörer der Victory-Klasse und ein imperialer Interdictor zerstört wurden. Da wurde viel blockiert, gerammt und auf kürzeste Distanz gefeuert, vor allem konnten die Rebellen ihre Überlegenheit bei Jägerstaffeln ausspielen und der massiven Schlachtline mit vier Sternzerstörern immer wieder Nadelstiche versetzen. Hier konnten die Rebellen einen klaren Sieg verbuchen und zugleich wertvolle Aufrüstungspunkte entführen.

Das dritte Gefecht, bei dem als einzigem um einen Kampagnenpunkt gespielt wurde, war dann wiederum ein vorsichtiges Umkreisen der Flotten. Der imperiale Admiral hat sich wohlweislich aus dem tödlichen Feuerwinkel der drei Rebellen-Angriffsfregatten herausgehalten, die wiederum einen großen Bogen gemacht haben, um nicht in das verheerende Frontalfeuer des imperialen Schlachtschiffs zu geraten. Der A-Wing Schwarm der Rebellen hielt sich ebenfalls sehr zurück, um nicht von der Übermacht der TIE Fighter überwältigt zu werden. Am Ende errang die Rebellenallianz einen knappen Punktsieg (37:22). Das reicht aber, um in der Kampagne mit 1:0 in Führung zu gehen.

Beide Seiten haben nach den Gefechten an allen drei Schauplätzen Stützpunkte errichtet, und in den meisten Fällen reichten die normalen Reparaturpunkte, um beschädigte Schiffe und Staffeln wieder flott zu kriegen. Nur die an der Schlacht bei Drall beteiligten Spieler mussten dafür auf zusätzliche Ressourcenpunkte zurückgreifen und hatten daher weniger Punkte zum Aufrüsten ihrer Flotten zur Verfügung.

In der nächsten Runde wird es spannend …

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