(Nicht) gelesen: R. Scott Bakker – The Judging Eye

tjeyeEin paar Jahre habe ich gebraucht, um The Judging Eye endlich anzufangen, so sehr hatte mich die Vorgänger-Trilogie The Prince of Nothing letztlich unentschlossen entlassen.  Etwa hundert Seiten habe ich dann durchgehalten, bevor ich dann frustriert aufgegeben habe.

Schon in den ersten drei Bänden, also deutlich über tausend Seiten lang, hat Bakker es geschafft, eine atmosphärisch dichte, düstere Welt mit einer facettenreichen Vergangenheit und Mythologie zu erschaffen, und dort dann eine epische Fantasy-Handlung anzusiedeln und eng mit der Welt zu verweben, die sich vor den großen des Genre eigentlich nicht verstecken müsste. Leider kommt die Geschichte stets zäh in Gang, Seite um Seite verbringen seine Charaktere mit Nabelschau, drehen jeden Gedanken drei mal um und tun sonst nicht viel. Zu einem gewissen Grad verdeutlicht das die Macht, welche der unheimliche Gottkaiser über alle hat, die seinen Weg kreuzen, aber am Ende blieb für mich immer das Gefühl, das man dieselbe Geschichte genauso stimmig, aber wesentlich spannender auf einem Drittel ihrer Länge hätte erzählen können.  Mit noch einmal geschätzt 1.900 Seiten vor mir (die letzen beiden Bände sind noch nicht erschienen), erschien mir das dann doch als Verschwendung meiner Freizeit. Schade.

thStattdessen segele ich mit Lucky Jack Aubrey und Dr. Maturin über das Rote Meer. Schon nach dem ersten Absatz fühlte ich mich zu Hause, und der stete Strom an Dialogwitz, interessanten Figuren und tatsächlich fortschreitender Handlung spült mich beim Pendeln
und vorm Einschlafen zuverlässig an den Strand der Glückseligkeit.

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