Gespielt: A Song of Ice and Fire RPG

Während im Fernsehen die siebte Staffel uns den Anfang vom Ende der Saga zeigt (Spoiler: der Winter ist da!), haben wir ein paar lustige Abende mit dem Einführungs-Set des A Song of Ice an Fire Rollenspiels verbracht. Dieses von Green Ronin verlegte System führt die Spieler in die Welt von Westeros in eine Zeit, kurz bevor die Handlung der Bücher einsetzt. Robert sitzt auf dem Eisernen Thron, die Targaeryens sind fast vergessen und die Adelshäuser der Sieben Königreiche leben in relativem Frieden miteinander. Was in dieser Welt natürlich nur bedeutet, dass kein offener Krieg herrscht.

Wir haben den im Jahr 2008 veröffentlichten Schnellstarter gespielt, der ein eingeschränktes Set an Regeln, ein kurzes Abenteuer und sechs vorgefertigte Charaktere beinhaltet. Gespielt: A Song of Ice and Fire RPG weiterlesen

Gespielt: Star Wars: Rebellion

Während Star Wars Risiko ein leichtes kleines Spiel ist, mit dem man sich zusammen mit seinen Kindern an regnerischen Wochenenden die Zeit vertreiben kann, bietet es für erfahrene Strategiespieler auf Dauer keinen großen Spielpaß. Zum Glück gibt es jetzt mit dem Star Wars Thema auch ein „richtiges“ Spiel für große. Nach etwa zehn gespielten Partien ist es mehr als an der Zeit, darüber zu berichten, aber ich habe es lange vor mir hergeschoben – nicht zuletzt, weil ich mir immer noch nicht im Klaren darüber bin, was ich von den Spiel halte.

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Gespielt: Star Wars Risiko

Der Strategiespielklassiker Risiko ist einer der Titel, um die ich üblicherweise einen großen Bogen mache. Ein bisschen zu simpel für meinen Geschmack, und der Erfolg hängt zu stark vom Würfelglück ab. Auch das Re-Branding etablierter Titel unter dem Logo eines großen Unterhaltungs-Franchise ist auch nicht gerade der größte Kaufanreiz. Zwei Gründe eigentlich, Star Wars Risiko weiter keine Beachtung zu schenken.

Und doch möchte ich das Spiel mit Einschränkungen empfehlen. Nicht nur, weil tütenweise kleine Raumjäger immer eine gute Investition sind, sonder auch weil das Spiel selber mich positiv überrascht hat – weil es nämlich eben gar kein Risiko-Klon ist.

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SPIEL 2016

Zwischen all dem Trubel, der mich auch vom regelmäßigen Bloggen abhält, habe ich es mir doch nicht nehmen lassen, mit ein paar der besten Mitspieler der Welt auf die Spielemesse in Essen zu fahren. Diesmal waren wir am Sonntag drin und auch rechtzeitig aufgestanden, was den Messebesuch zu einem deutlich angenehmeren Erlebnis gemacht hat, als wir im Vorjahr hatten. Immer noch voll, aber deutlich weniger, als in 2015.
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(Nicht) gelesen: R. Scott Bakker – The Judging Eye

tjeyeEin paar Jahre habe ich gebraucht, um The Judging Eye endlich anzufangen, so sehr hatte mich die Vorgänger-Trilogie The Prince of Nothing letztlich unentschlossen entlassen.  Etwa hundert Seiten habe ich dann durchgehalten, bevor ich dann frustriert aufgegeben habe.

Schon in den ersten drei Bänden, also deutlich über tausend Seiten lang, hat Bakker es geschafft, eine atmosphärisch dichte, düstere Welt mit einer facettenreichen Vergangenheit und Mythologie zu erschaffen, und dort dann eine epische Fantasy-Handlung anzusiedeln und eng mit der Welt zu verweben, die sich vor den großen des Genre eigentlich nicht verstecken müsste. Leider kommt die Geschichte stets zäh in Gang, Seite um Seite verbringen seine Charaktere mit Nabelschau, drehen jeden Gedanken drei mal um und tun sonst nicht viel. Zu einem gewissen Grad verdeutlicht das die Macht, welche der unheimliche Gottkaiser über alle hat, die seinen Weg kreuzen, aber am Ende blieb für mich immer das Gefühl, das man dieselbe Geschichte genauso stimmig, aber wesentlich spannender auf einem Drittel ihrer Länge hätte erzählen können.  Mit noch einmal geschätzt 1.900 Seiten vor mir (die letzen beiden Bände sind noch nicht erschienen), erschien mir das dann doch als Verschwendung meiner Freizeit. Schade.

thStattdessen segele ich mit Lucky Jack Aubrey und Dr. Maturin über das Rote Meer. Schon nach dem ersten Absatz fühlte ich mich zu Hause, und der stete Strom an Dialogwitz, interessanten Figuren und tatsächlich fortschreitender Handlung spült mich beim Pendeln
und vorm Einschlafen zuverlässig an den Strand der Glückseligkeit.

Alles und nichts aus meiner Welt. Viel Unsinn aus dem Rest des Universums. Und aus Berlin.