Ich glotz TV (2018)

In den letzten Wochen habe ich viel ferngesehen. Fragt nicht warum, aber das war einer meiner guten Vorsätze fürs neue Jahr. In gnadenloser Kürze mein vorerst letzes Wort:

Vikings

Da habe ich mich so drauf gefreut, als ich noch mal einen kostenlosen Probemonat bei Amazon Prime begonnen habe. Allerdings lässt mich die Serie spätestens seit Folge 5 der ersten Staffel kalt. Das Thema ist bei mir momentan hoch im Kurs und schlecht gemacht ist Vikings auch nicht. Die offensichtlichen Unstimmigkeiten (dänische Fjorde) kann man gut übersehen. Alles wirkt solide, aber Ragnar und seine Familie kommen so modern daher, dass man sie problemlos in die Gegenwart versetzen könnte. Ragnar als Investmentbanker und  Lagertha als taffe Anwältin/Soccer-Mum – läuft. Das und die Bösewichte von der Stange trüben die Freude doch erheblich.
Da hat mir The Last Kingdom doch deutlich mehr Spaß gemacht.

Jessica Jones

Die erste Staffel fand ich toll, Jessica war ein Highlight im sonst eher unglücklichen Defenders und die zweite Staffel ihrer eigenen Serie hat einige große Momenta, ist aber etwa fünf Folgen zu lang geraten, in denen immer wieder dasselbe iteriert wird: Zwei streiten sich, einer von beiden verschwindet dann. Alle sind immer unglaublich wütend. Und wieder von vorn.

Positiv: TV-Jessica hat in meiner Vorstellung von der Figur die Comic-Jessica überholt. Auch gut: Jessica Jones beweisst, dass TV-Heldinnen cool sein können, ohne sexy zu sein. Oder liegt das nur an mir?

Star Trek: Discovery

Ich erinnere mich noch gerne an früher, als Star Trek Pflichtprogramm war. Discovery habe ich nur drei Folgen lang verfolgt, dann die Lust verloren.

The Tick

Endlich mal eine Serie, die genau so war, wie ich sie mir vorgestellt hatte!

Leider bedeutete das in diesem Fall nichts Gutes, nach einer halben Folge war für mich Ende.

American Gods

Wie habe ich mich auf American Gods gefreut, als vor etwa 15 Jahren einer meiner Lieblingsautoren seinen ersten richtig großen Roman ankündigte! Aber schon das Buch hat mich merkwürdig kalt gelassen, und die TV-Serie setzt genau das adäquat um. Außerdem turnt diese Splatter-Optik mich mittlerweile nur noch ab.

Sneaky Pete

Diese Amazon-Serie hat eigentlich alle Zutaten, um mich zumindest zufrieden zu machen. Aber irgendwie konnte ich mir schon während der ersten Folge nicht vorstellen, dass das von Dauer ist. Vielleicht war ich an dem Abend schlecht drauf, oder der Fremdschämfaktor zu hoch, aber schon oft hatte ich in der Vergangenheit das Gefühl, dass nicht alle Geschichten die Zeit brauchen oder vertragen können, die ihnen das moderne Serienformat bietet. Diese Serie schien mir einfach schon nach 30 Minuten ein gutes Beispiel dafür zu werden.

Hindafing

Diese Prosuktion des Bayerischen Rundfunks war nicht nur besser, als man erwarten konnte, sondern richtig gut. Und schön kurz. Guckt Hindafing!

The Man in the High Castle

Ich hatte eigentlich noch nichts Gutes über diese Serie gehört und kann mir selber nicht erklären, war ich mir doch eine halbe Folge angesehen habe.

Angeblich ist ja  SS-GB ist so viel toller. Zumindest hat es nur 5 Folgen, das ist schon mal positiv.

Star Wars Armada: „Konflikt um Corellia“ – Runde 3

Unsere Armada-Kamapgne war aus Termingründen etwas eingeschlafen, aber über die Dauer von drei Monaten haben wir jetzt endlich die dritte Runde abgeschlossen. Leider sind über den langen Zeitraum die Details einiger Schlachten längst im Reich der Legenden versunken und auch Bilder gibt es keine.

Es sieht weiter nicht gut aus für die Bösen, das Galaktische Imperium musste in drei Spielen zwei Niederlagen hinnehmen. Admiral Sloane unterlag in einem unspektakulären, von Würfelpech geplagtem Fluchtgefecht nahe dem Imperialen Stützpunkt bei Center Point Station der Flotte Mon Mothmas, Admiral Konstantine wurde bei seinem Angriff auf Plympto furchtbar von General Rieekan zusammengeschossen, am Ende gelang Großadmiral Thrawn ein Angriff auf den Rebellenaußenposten bei Raider’s Point.

Der neue Punktestand damit: 4:2 für die Rebellenallianz.

Wie es jetzt weitergeht, ist offen. Ein Mitspieler hat sich verabschiedet und musste bereits vertreten werden und die nahende Veröffentlichung der neuen Erweiterungen senkt bei einigen die Motivation, mit den „alten“ Flotten weiterzuspielen. Vermutlich werden wir die Restzeit verkürzen und uns noch den Spaß der Großoffensive geben, wenn alle sechs Flotten zusammen ins Gefecht ziehen.

Star Wars Armada: „Konflikt um Corellia“ – Runde 2

Nachdem die Rebellen in der ersten Runde zumindest nach Punkten einen kleinen Vorsprung erzielt hatten, holten sie in Runde zwei dann zum großen Schlag aus: die Flotte unter dem Kommando von Mon Mothma startete einen Angriff auf Corellia selber, den wichtigsten und wertvollsten imperialen Stützpunkt im Sektor. Die rechtzeitig herbeigeeilte Flotte von Admiral Sloane nahm zunächst eine sehr defensive Position ein; Der Sternzerstörer Avenger deckte den Konvoi von Frachtern, der die dringend benötigten Verstärkungen auf die Oberfläche bringen sollte. Nicht weniger als fünfzehn Jägerstaffeln sicherten die Flotte gegen die Angriffe der schnellen Rebellenfregatten.

Da diese keine Möglichkeit sahen, die Formation zu durchdringen, stürzten sie sich auf Admiral Sloanes Flaggschiff, das zwischenzeitlich aus der Formation ausgeschert war. Geschwächt durch die immerwährenden Nadelstiche imperialer Bomber musste die Fregatte Admonition jedoch nach einer Kollision mit dem imperialen Kreuzer aufgegeben werden. Der Konvoi hatte mittlerweile Corellia erreicht und die Rebellen traten den Rückzug an. Damit konnte das imperiale Oberkommando zunächst verhindern, dass die Rebellen in der Gesamtwertung auf 5:0 wegziehen.

Denn einige Tage zuvor war der imperiale Angriff auf das Plympto-System dank überlegener Feuerkraft der Verteidiger abgewehrt worden. Die imperiale Flotte unter Admiral Konstantine (3 Sternzerstörer der Victory-Klasse und ein Interdictor) traf hier auf drei von Admiral Ackbar kommandierte Angriffsfregatten, die mit ihren überlappenden Feuerwinkeln das Gefechtsfeld beherrschten und dem herannahenden Gegner schon auf große Entfernung schwere Schäden verursachten.

Im dritten Spiel der Runde trafen erneut Admiral Thrawn und General Rieekan aufeinander, und schon wieder wurde ein Sonderangriff gespielt, bei dem keine Kampagnenpunkte errungen werden konnten, dafür aber kostbare Ressourcenpunkte für die Aufrüstung der Flotten verteilt wurden. Wieder konnten die beiden Raumstationen zerstört werden und das Imperium lag am Ende nach Punkten vorn, aber dieses mal war es äußerst knapp. Nach wie vor ist die Defiance eines der gefährlichsten Schiffe im Spiel, und nur mit Glück haben die Demolisher und die Impetuous das Spiel schwer beschädigt überlebt.

Flottenaufstellung für Runde 2

Star Wars Armada: „Konflikt um Corellia“

Manchmal schiebe ich in meiner Freizeit gerne Plastikraumschiffe über den Tisch. Nachdem ich jetzt seit etwa anderthalb Jahren Star Wars Armada spiele, und nach einem gescheiterten ersten Anlauf, habe ich am letzten Wochenende mit fünf Mitspielern endlich die erste Runde der Kampagnenerweiterung „Konflikt um Corellia“ begonnen.

Hier gilt es, als Team über eine ganze Reihe von Raumschlachten hinweg die Hoheit über den Sektor um Corellia zu erringen. Damit erhalten die einzelnen Spiele einerseits eine Bedeutung, die über die einzelne Partie hinausgeht, und das in viel greifbarer Form als in Turnieren oder der Liga, wo man „nur“ die Punkte mitnimmt. Zum anderen spielt man in Teams (zwei Teams mit bei uns je drei Spielern) und man muss sich untereinander abstimmen.

Die strategische Ebene ist eher flach, und es gibt einige Hausregeln anderer Gruppen, die dieses Element noch ein bisschen stärken sollen. Trotzdem haben wir uns entschieden, erst mal nur mit den offiziellen Regeln zu spielen, ergänzt lediglich durch die inoffizielle FAQ.

Der Abstimmungsaufwand bis zur ersten Runde war relativ hoch. Mit Spielersuche, Seiten verteilen, Flotten bauen, Regelfragen klären, Strategien besprechen und dann noch einen Termin für einen gemeinsamen Auftakt finden, hat es etwa fünf Wochen gedauert, bis schließlich die Würfel rollten.

Zumindest wir imperialen Admirale haben viel Wert darauf gelegt, unsere Flotten gut aufeinander abzustimmen, so dass wir ein breites Missionsprofil abdecken können. Auch das war eine Lehre aus unserer – bedingt durch den Ausstieg eines Mitspielers nach nur einer Runde – gescheiterten ersten Kampagne. Flotten brauchen einen Fokus und die Teams eine gute Aufgabenverteilung, vor allem bei sechs Spielern.

So sahen die sechs Flotten für de erste Runde aus:

Flottenaufstellung für Runde 1

Zumindest den ersten Spieltag haben wir dann tatsächlich an drei Tischen nebeneinander ausgetragen, so dass wir uns gegenseitig (moralischen) Beistand leisten konnten. Immer wieder ging der Blick mal rüber um zu sehen, wie es bei den verbündeten Flotten läuft. Das möchten wir gerne wiederholen, werden aber sicher nicht jeden Spieltag so abhalten können.

Die erste Runde war, wie vielleicht zu erwarten war, geprägt von den Versuchen beider Seiten, sich zusätzliche Ressourcen zu sichern. So haben beide Teams ihre entsprechende Spezialmission angesagt; hier können keine Kampagnenpunkte für den Sieg erspielt werden, aber es gibt die gerade am Anfang wichtigen Ressourcenpunkte abzugreifen, um die Flotten weiter auszubauen.

Und beide Spezialangriffe waren erfolgreich. Die imperiale Flotte unter Großadmiral Thrawn (ist zwar noch nicht erschienen, aber wir haben ihn zugelassen) hat ihre Machtdemonstration im Polanis-System eindrucksvoll durchgeführt. Die beiden neutralen Raumstationen wurden zerstört und das Imperium hat die maximale Anzahl an Ressourcen geholt. Der eigentliche Kampf zwischen den Flotten trat dabei eher in den Hintergrund, lediglich eine Flotille von Rebellentransportern wurde zerstört.

Der Angriff der Rebellen auf einen imperialen Konvoi bei Drall hingegen mündete in einem wilden Gefecht, in dessen Verlauf 2 MC30-Fregatten, 1 Sternzerstörer der Victory-Klasse und ein imperialer Interdictor zerstört wurden. Da wurde viel blockiert, gerammt und auf kürzeste Distanz gefeuert, vor allem konnten die Rebellen ihre Überlegenheit bei Jägerstaffeln ausspielen und der massiven Schlachtline mit vier Sternzerstörern immer wieder Nadelstiche versetzen. Hier konnten die Rebellen einen klaren Sieg verbuchen und zugleich wertvolle Aufrüstungspunkte entführen.

Das dritte Gefecht, bei dem als einzigem um einen Kampagnenpunkt gespielt wurde, war dann wiederum ein vorsichtiges Umkreisen der Flotten. Der imperiale Admiral hat sich wohlweislich aus dem tödlichen Feuerwinkel der drei Rebellen-Angriffsfregatten herausgehalten, die wiederum einen großen Bogen gemacht haben, um nicht in das verheerende Frontalfeuer des imperialen Schlachtschiffs zu geraten. Der A-Wing Schwarm der Rebellen hielt sich ebenfalls sehr zurück, um nicht von der Übermacht der TIE Fighter überwältigt zu werden. Am Ende errang die Rebellenallianz einen knappen Punktsieg (37:22). Das reicht aber, um in der Kampagne mit 1:0 in Führung zu gehen.

Beide Seiten haben nach den Gefechten an allen drei Schauplätzen Stützpunkte errichtet, und in den meisten Fällen reichten die normalen Reparaturpunkte, um beschädigte Schiffe und Staffeln wieder flott zu kriegen. Nur die an der Schlacht bei Drall beteiligten Spieler mussten dafür auf zusätzliche Ressourcenpunkte zurückgreifen und hatten daher weniger Punkte zum Aufrüsten ihrer Flotten zur Verfügung.

In der nächsten Runde wird es spannend …

Gespielt: A Song of Ice and Fire RPG

Während im Fernsehen die siebte Staffel uns den Anfang vom Ende der Saga zeigt (Spoiler: der Winter ist da!), haben wir ein paar lustige Abende mit dem Einführungs-Set des A Song of Ice and Fire Rollenspiels verbracht. Dieses von Green Ronin verlegte System führt die Spieler in die Welt von Westeros in eine Zeit, kurz bevor die Handlung der Bücher einsetzt. Robert sitzt auf dem Eisernen Thron, die Targaeryens sind fast vergessen und die Adelshäuser der Sieben Königreiche leben in relativem Frieden miteinander. Was in dieser Welt natürlich nur bedeutet, dass kein offener Krieg herrscht.

Wir haben den im Jahr 2008 veröffentlichten Schnellstarter gespielt, der ein eingeschränktes Set an Regeln, ein kurzes Abenteuer und sechs vorgefertigte Charaktere beinhaltet. Gespielt: A Song of Ice and Fire RPG weiterlesen

Alles und nichts aus meiner Welt. Viel Unsinn aus dem Rest des Universums. Und aus Berlin.